
Jens
Hentschel-
Thöricht
Mitglied des Sächsischen Landtags

15. Juli 2026
Über 1.000 Verdachtsmeldungen, aber keine Forschung zu möglichen Langzeitfolgen
Jens Hentschel-Thöricht (BSW), Mitglied des Corona-Untersuchungsausschusses im Sächsischen Landtag: „Wer Aufklärung verspricht, darf offene Fragen nicht einfach zu den Akten legen.“ Die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs. 8/7084) des BSW-Abgeordneten Jens Hentschel-Thöricht zu möglichen Impfnebenwirkungen und Impfschäden nach COVID-19-Impfungen in Sachsen wirft erhebliche Fragen zum Umgang mit Betroffenen und zur wissenschaftlichen Aufarbeitung auf. Während den Behörden mehr als 1.000 Verdachtsmeldungen zu gesundheitlichen Schäden nach Corona-Impfungen vorliegen, unterstützt der Freistaat keine eigenen Forschungsprojekte zu möglichen Langzeitfolgen der Impfungen. Dazu erklärt Jens Hentschel-Thöricht: „Als Mitglied des Corona-Untersuchungsausschusses erlebe ich immer wieder, wie viele Fragen bis heute unbeantwortet geblieben sind. Umso unverständlicher ist es, dass die Staatsregierung trotz zahlreicher Verdachtsmeldungen keine eigenen Forschungsprojekte zu möglichen Langzeitfolgen der COVID-19-Impfungen unterstützt. Wer Aufklärung verspricht, darf offene Fragen nicht einfach zu den Akten legen.“ Nach Angaben der Staatsregierung wurden bis Ende 2025 insgesamt 1.016 Verdachtsfälle einer über das übliche Maß hinausgehenden Impfreaktion nach COVID-19-Impfungen an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen gemeldet. Darunter befinden sich 432 als schwerwiegend eingestufte Verdachtsfälle. Zudem wurden 57 Todesfälle erfasst, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung gemeldet wurden. Die Staatsregierung weist selbst darauf hin, dass damit kein Nachweis eines ursächlichen Zusammenhangs verbunden ist. Gerade deshalb wäre eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung notwendig. „Niemand behauptet, dass jeder Verdachtsfall tatsächlich durch die Impfung verursacht wurde. Aber genau deshalb braucht es Forschung statt Vermutungen. Wer ernsthaft wissen will, was passiert ist, muss bereit sein, alle verfügbaren Daten auszuwerten und wissenschaftlich zu untersuchen.“ Besonders kritisch bewertet die BSW-Fraktion, dass die Staatsregierung zugleich einräumt, dass eine direkte Verknüpfung von Impfstatus, Hospitalisierung und Sterblichkeit nicht möglich sei, weil kein zentrales Impfregister existiert und entsprechende Daten nicht vollständig erfasst wurden. Dennoch werden weitreichende Schlussfolgerungen über die Sicherheit der Impfstoffe gezogen. „Im Untersuchungsausschuss haben wir immer wieder erlebt, dass zentrale Datengrundlagen fehlten oder gar nicht erhoben wurden. Wer aber über unvollständige Daten verfügt, sollte mit endgültigen Bewertungen vorsichtig sein. Wissenschaft lebt von Transparenz und Überprüfbarkeit, nicht von politischen Gewissheiten“, so Hentschel-Thöricht. Auch die Zahlen zu den Anträgen auf Anerkennung von Impfschäden zeigen aus Sicht des BSW Handlungsbedarf. Hunderte Betroffene haben Anerkennungsverfahren durchlaufen, doch nur ein Bruchteil der Anträge wurde anerkannt. Viele Betroffene kämpfen seit Jahren um Unterstützung und rechtliche Anerkennung ihrer gesundheitlichen Probleme. Der Abgeordnete stellt klar: „Wer den Menschen während der Pandemie Solidarität abverlangt hat, muss heute auch solidarisch mit denen sein, die möglicherweise gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Diese Menschen verdienen Respekt, Unterstützung und eine ergebnisoffene Untersuchung ihrer Fälle.“ Die BSW-Fraktion fordert eine unabhängige wissenschaftliche Erforschung möglicher Langzeitfolgen der COVID-19-Impfungen, eine bessere Unterstützung von Betroffenen sowie eine umfassende und transparente Aufarbeitung der Pandemiepolitik. „Aufarbeitung bedeutet nicht, Recht zu behalten. Aufarbeitung bedeutet, die Wahrheit herauszufinden – auch dort, wo sie politisch unbequem ist. Genau das erwarten die Bürger zu Recht von der Politik“, merkt Hentschel-Thöricht abschließend an.

08. Juli 2026
Sachsen verweigert weiterhin eine ehrliche Corona-Aufarbeitung
Die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs. 8/7082) des BSW-Abgeordneten Jens Hentschel-Thöricht zur Transparenz und Aufarbeitung der Corona-Politik in Sachsen offenbart erhebliche Defizite bei der wissenschaftlichen und politischen Aufarbeitung der Pandemie. Dazu erklärt Jens Hentschel-Thöricht, Mitglied im Corona Untersuchungsausschuss im Sächsischen Landtag: „Sechs Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Bilanz der Staatsregierung ernüchternd. Während Millionen Menschen massive Einschränkungen ihres Alltags, ihrer beruflichen Existenz und ihrer persönlichen Freiheit erlebt haben, wurde in Sachsen seit 2024 keine einzige Studie zur Wirksamkeit einzelner Corona-Maßnahmen beauftragt. Das ist kein ernsthafter Aufarbeitungswille, sondern politisches Wegducken.“ Besonders kritisch bewertet das BSW, dass die Staatsregierung keine zentrale Veröffentlichung relevanter Daten, Entscheidungsgrundlagen und Evaluationen plant. „Wer Vertrauen zurückgewinnen möchte, muss Transparenz schaffen. Stattdessen erklärt die Staatsregierung, die relevanten Daten seien bereits bekannt oder veröffentlicht. Viele Bürger haben jedoch bis heute den Eindruck, dass wesentliche Entscheidungsgrundlagen nie vollständig offengelegt wurden. Eine nachvollziehbare und transparente Aufarbeitung sieht anders aus.“ Die Staatsregierung verweist in ihrer Antwort überwiegend auf ältere Untersuchungen, einzelne Forschungsprojekte sowie die Eigenverantwortung der Hochschulen. Eine umfassende wissenschaftliche Analyse der politischen Entscheidungen während der Pandemie wurde jedoch nicht auf den Weg gebracht. „Besonders die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, die psychischen Belastungen vieler Menschen, die wirtschaftlichen Schäden für Unternehmen sowie die Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt verdienen eine schonungslose Analyse. Wer aus Fehlern lernen will, muss sie zunächst benennen. Genau daran fehlt es bis heute.“ Das BSW fordert deshalb weiterhin eine umfassende und unabhängige Aufarbeitung der Corona-Politik in Sachsen. Dazu gehören die Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen, die wissenschaftliche Bewertung der Maßnahmen, die Untersuchung von Kollateralschäden sowie die politische Verantwortung für Fehlentscheidungen. „Aufarbeitung ist keine rückwärtsgewandte Schulddebatte. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass sich staatliches Handeln in künftigen Krisen wieder auf Vertrauen, Transparenz und wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit stützen kann. Dieses Vertrauen wurde in der Corona-Zeit vielfach beschädigt. Es zurückzugewinnen bleibt eine der wichtigsten politischen Aufgaben.“

05. Juli 2026
Erkenntnisse liegen auf dem Tisch –
Jetzt muss Sachsen geschützte Waldbrandtechnik beschaffen
Jens Hentschel-Thöricht, Sprecher für Brandschutz, Rettungsdienst sowie Bevölkerungs- und Katastrophenschutz der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag: „Die Realität zeigt bei jedem Waldbrand, was benötigt wird. Jetzt muss aus Planung endlich Handeln werden.“ Die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs.: 8/7195) des BSW-Abgeordneten zeigt hingegen: Die Erarbeitung einer Konzeption läuft, konkrete Beschaffungsentscheidungen oder ein Zeitplan liegen jedoch weiterhin nicht vor. Dazu Jens Hentschel-Thöricht: „Die Fortschreibung der Konzeption für die Brandbekämpfung auf munitionsbelasteten Flächen ist richtig und notwendig. Das BSW hat diesen Weg ausdrücklich unterstützt. Jetzt muss dieser Prozess aber zügig abgeschlossen werden. Die Erkenntnisse liegen längst auf dem Tisch – und jeder neue Waldbrand bestätigt sie erneut.“ Vor wenigen Tagen informierte sich Hentschel-Thöricht gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Zeithain, Dr. Mirko Pollmer, über die aktuelle Lage in der Gohrischheide. Die Gespräche machten deutlich, dass die Einsatzkräfte weiterhin auf Spezialtechnik aus anderen Bundesländern angewiesen sind. Allein bis das angeforderte gepanzerte Löschfahrzeug aus Sachsen-Anhalt einsatzbereit war, vergingen rund fünf Stunden – wertvolle Zeit in der entscheidenden Anfangsphase eines Waldbrandes. „Die Realität zeigt bei jedem Waldbrand, was benötigt wird. Hubschrauber sind unverzichtbar, um Brände einzudämmen. Gelöscht wird das Feuer aber am Boden. Dafür braucht es geschützte Löschfahrzeuge. Diese Erkenntnis ist weder neu noch umstritten.“ Nach den Erkenntnissen des Vor-Ort-Termins musste die Gemeinde Zeithain das gepanzerte Spezialfahrzeug selbst anfordern. Allein An- und Abfahrt sowie 15 Stunden Einsatzzeit kosten rund 20.000 Euro zuzüglich der Betriebskosten. Gleichzeitig können erhebliche Kosten nach solchen Einsätzen bei den betroffenen Kommunen verbleiben. Aus Sicht des BSW darf die Verantwortung für derartige Großschadenslagen nicht bei einzelnen Kommunen liegen. „Es kann nicht Aufgabe einer Gemeinde sein, gepanzerte Löschfahrzeuge für Einsätze auf munitionsbelasteten Flächen zu organisieren. Das ist eine Aufgabe des Freistaates. Wer von den Kommunen erwartet, solche Gefahrenlagen zu bewältigen, muss ihnen auch die notwendige Technik zur Verfügung stellen.“ Die Staatsregierung erklärt in ihrer Antwort, dass konkrete Beschaffungen erst nach Abschluss der Konzeption und im Zusammenhang mit dem Doppelhaushalt 2027/2028 entschieden werden sollen. Einen Zeitpunkt für diese Entscheidung nennt sie nicht. Hentschel-Thöricht abschließend: „Wir erwarten jetzt Tempo. Die Konzepte müssen zügig abgeschlossen und die notwendigen Beschaffungen unmittelbar eingeleitet werden. Jeder Waldbrand in der Gohrischheide zeigt, dass der Bedarf längst nachgewiesen ist. Die Einsatzkräfte brauchen keine weiteren Grundsatzdebatten, sondern die Ausrüstung, die sie für ihre gefährliche Arbeit benötigen.“

02. Juli 2026
BSW kritisiert Ausweichmanöver der Staatsregierung:
Corona-Aufarbeitung braucht offene Debatten statt Schweigen
Die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs.: 8/7080) des BSW-Abgeordneten Jens Hentschel-Thöricht zur wissenschaftlichen Debattenkultur und Meinungsfreiheit in der Corona-Aufarbeitung wirft neue Fragen auf. Während die Staatsregierung betont, eine offene wissenschaftliche Debatte sei grundsätzlich gewährleistet, verweigert sie ausgerechnet bei zentralen Fragen zur Förderung kritischen Denkens und zu möglichen Risiken staatlicher Kommunikationskampagnen jede inhaltliche Antwort. Dazu erklärt Jens Hentschel-Thöricht, Mitglied im Corona Untersuchungsausschuss im Sächsischen Landtag: „Die Corona-Jahre haben gezeigt, wie wichtig offene Debatten, wissenschaftlicher Streit und die kritische Prüfung staatlicher Entscheidungen sind. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Staatsregierung auf die Frage nach der Förderung kritischen Denkens und möglichen Risiken staatlicher Kommunikationskampagnen schlicht keine Bewertung abgeben will. Wer Aufarbeitung ernst meint, darf solchen Fragen nicht ausweichen.“ Aus der Antwort geht hervor, dass Sachsen Fördermittel für Projekte zur Bekämpfung von Desinformation bereitgestellt hat und zahlreiche Kooperationen im Bereich Gesundheitskommunikation, Prävention und Forschungsdateninfrastruktur bestehen. Gleichzeitig bleibt offen, wie die Staatsregierung sicherstellen will, dass legitime wissenschaftliche Kritik und abweichende Positionen nicht unter Generalverdacht geraten. „Während der Pandemie wurden Menschen, die Maßnahmen hinterfragten, nicht selten pauschal ausgegrenzt oder als unsolidarisch abgestempelt. Heute wissen wir, dass viele Fragen berechtigt waren. Deshalb braucht es eine ehrliche Diskussion darüber, wie staatliche Kommunikation funktioniert hat und wo Grenzen zwischen Information, Einflussnahme und politischer Meinungsmacht verlaufen.“ Besonders kritisch bewertet das BSW die Antwort der Staatsregierung auf die Fragen nach den Risiken staatlich oder institutionell geförderter Kommunikationskampagnen für Meinungsfreiheit und wissenschaftlichen Diskurs. Diese Fragen wurden mit dem Hinweis abgelehnt, die Staatsregierung sei zu Bewertungen nicht verpflichtet. „Natürlich ist die Staatsregierung rechtlich nicht verpflichtet, politische Bewertungen abzugeben. Aber politisch ist sie sehr wohl verpflichtet, sich solchen Debatten zu stellen. Wer Vertrauen zurückgewinnen will, muss bereit sein, auch unbequeme Fragen zu beantworten.“ Das BSW fordert deshalb eine offene und pluralistische Corona-Aufarbeitung, bei der unterschiedliche wissenschaftliche Positionen gehört werden, Fehlentscheidungen benannt werden und die Erfahrungen der Bürger ernst genommen werden. „Demokratie lebt vom Widerspruch. Wissenschaft lebt vom Zweifel. Wer beides stärkt, stärkt das Vertrauen in den Staat. Wer kritische Debatten vermeidet, erreicht das Gegenteil.“

28. Juni 2026
Waldbrand in der Gohrischheide zeigt erneut die Versäumnisse beim Bevölkerungsschutz in Sachsen
Der erneute Waldbrand in der Gohrischheide macht deutlich, wie gefährlich und anspruchsvoll Einsätze auf munitionsbelasteten Flächen sind. Während sich das Feuer weiter ausbreitet, kämpfen zahlreiche Einsatzkräfte unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen. Dass für den Einsatz ein geschütztes Löschfahrzeug angefordert werden musste, ist aus Sicht des BSW richtig – zeigt aber zugleich ein gravierendes Defizit im sächsischen Bevölkerungsschutz. Dazu erklärt Jens Hentschel-Thöricht, Sprecher für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz der BSW-Fraktion: „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie den Kräften der Hilfsorganisationen, die unter großer persönlicher Gefahr im Einsatz stehen. Gerade auf munitionsbelasteten Flächen leisten sie Außergewöhnliches und verdienen nicht nur unseren Respekt, sondern auch die bestmögliche Ausrüstung. Dass nun geschützte Löschtechnik angefordert wurde, ist die einzig richtige Entscheidung. Gleichzeitig offenbart dieser Einsatz erneut ein strukturelles Problem: Sachsen verfügt selbst nicht über ausreichend geschützte Spezialtechnik für Einsätze auf munitionsbelasteten Flächen. Im Ernstfall auf Unterstützung von außen angewiesen zu sein, kostet wertvolle Zeit. Am Ende liegt die Verantwortung wieder bei den ehrenamtlichen Führungskräften, Einsatzkräfte mit herkömmlichen Feuerwehrfahrzeugen im Gefahrenbereich einzusetzen, um die Zeit bis zum Eintreffen der notwendigen Technik zu überbrücken.“ Die BSW-Fraktion hat bereits mehrfach gefordert, die Fähigkeiten des Freistaates für solche Hochrisikolagen deutlich auszubauen. Dazu gehören insbesondere die Beschaffung eigener geschützter Löschfahrzeuge sowie ein langfristiges Konzept für den Brandschutz auf ehemaligen Truppenübungsplätzen und munitionsbelasteten Gebieten. „Spätestens nach den schweren Waldbränden der vergangenen Jahre hätte jedem klar sein müssen, dass diese Einsätze keine Ausnahme mehr sind. Klimatische Veränderungen und die besonderen Gegebenheiten ehemaliger Militärflächen machen solche Lagen leider wahrscheinlicher. Daraus müssen endlich Konsequenzen gezogen werden.“ Hentschel-Thöricht fordert die Staatsregierung auf, die Lehren aus den vergangenen Bränden endlich umzusetzen und den Bevölkerungsschutz konsequent zu stärken. „Unsere Einsatzkräfte brauchen keine Sonntagsreden, sondern moderne Technik, ausreichende Ausstattung und verlässliche Unterstützung. Sicherheit darf nicht davon abhängen, ob Spezialfahrzeuge erst angefordert werden müssen. Sachsen muss selbst in der Lage sein, auf solche Großschadenslagen schnell und eigenständig zu reagieren. Hier müssen die Kommunen vor Ort in den bekannten Risikogebieten durch den Freistaat bei der Beschaffung entsprechender Technik stärker unterstützt werden.“

